Wenn Pranks zum Horror werden!

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Hallo Kinners,

endlich bringt’s mal jemand auf den Punkt: Das “Pranken” ist nun auch über den Trendjordan!!! Prank steht im Englischen für Streiche, die man Unwissenden spielt und sie somit zu Protagonisten einer bösen Schauspielerei macht. Agenturen haben die Kunst des Prankens in letzter Zeit gehäuft und in nicht sparsamen Dosen in Anspruch genommen um möglichst viral auf Produkte/Dienstleistungen/Unternehmen etc. aufmerksam zu machen. Vor kurzem schrieb ich über einen witzigen Prank zu Promotionszwecken des neuen Horrorstreifens “Carrie”.

John St. nimmt diese mittlerweile bis zum Erbrechen ausgereizte Werbeform ziemlich intelligent auf die Schippe und übertreibt das ganze auf eine einerseits amüsante, andererseits ziemlich drastische Art und Weise. In einem pseydo-dokumentarischen Filmchen stellen sie hierbei ihre ganz neue, ins Extreme perfektionierte Art des “Prankens” vor und nennen das Ganze “ExFEARiential”!  Dabei werden die Protagonisten in besonders bösartigen Pranks zu Tode erschreckt (natürlich Fakes!). Den Höhepunkt bildet dabei das von vermummten Ganstern aus dem Bett geraubte Ehepärchen. Jene werden mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und fortgeschleppt, um dann… ach, seht selbst:

Witzig ist das Ganze ja schon irgendwie, denn die Agentur bringt’s auf den Punkt: Im Bestreben den größtmöglichen viralen Erfolg zu landen gehen Agenturen mittlerweile wirklich über Leichen. Sicher… Ich schau mir das auch gerne an, aber sind wir doch mal ehrlich: die Grenzen des guten Geschmacks und einer moralischen Mindestverantwortung sollten doch eigentlich gewahrt bleiben. Wenn eine Marke mit einer derartigen Sensationshascherei auf sich aufmerksam machen muss, dann ist das ja letztlich auch ein wenig traurig, meint ihr nicht auch? Oder fände man derart aufgeschreckte Mamis, deren Kinder gestohlen werden lustig… selbst, wenn es in diesem Fall nur gefaked ist?

Coca Cola und Procter & Gamble machen schließlich mit ihren lieblichen Kampagnen vor, dass es auch anders geht. :-)

Euer Paule

  • Elnita Pita

    Das geht echt gar nicht!!!!! Es geht dabei ja nur um den viralen Effekt. Ich verstehe allerdings nicht, weshalb das die Marke in ein positives Licht rücken soll. Klar, Schadenfreude ist eine ziemlich beliebte Form des Humors, aber die Marke als Absender steht doch am Ende eher als Fiesling da. Das ist ein Fall, bei dem man sich wiedermal fragt, ob das Virale überhaupt ein geeignetes Tool für Werbung ist. Meist ist es nämlich so: Der Spot funktioniert viral und weist die Charakterzüge auf, die sich viral verbreiten lassen, eignet sich aber nicht dazu die Marke/ das Produkt zu umwerben. Auf der anderen Seite eignen sich die meisten Herangehensweisen, die das Produkt/die Marke in ein positives Licht stellen nicht für die virale Verbreitung. Mein Fazit: Wenn sich beide Mechaniken nicht miteinander vereinbaren lassen -Finger weg vom Viral!!!!

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